Auch im Jahr 2024 war der russische Angriffskrieg für das MKW ein zentrales Thema. Die ständigen Drohnen- und Raketenangriffe auf Wohngebiete in ukrainischen Städten verursachen große Schäden an Häusern und ziviler Infrastruktur. Das Maximilian-Kolbe-Werk hat im Jahr 2024 rund 113.700 € an Soforthilfen für die Ukraine aufgewendet. Durch die großzügigen größeren und kleineren Beiträge unserer Spenderinnen und Spender konnten wir vielen Überlebenden Hilfen für Renovierungsarbeiten, Medikamente, Arztbesuche und weitere lebenswichtige Unterstützung gewähren.

Bei vielen Angriffen sind unter den Geschädigten auch Überlebende dabei. Das Wohnhaus von Nadiia Z. wurde zwei Mal nacheinader beschädigt. Für die erste Renovierung der zerbrochenen Fenster und beschädigten Wände hatten ihre Ersparnisse gerade noch gereicht. Beim zweiten Mal ist das Kolbe-Werk eingesprungen und hat ihr, wie auch anderen Betroffenen, eine Nothilfe für die Renovierung zur Verfügung gestellt.

In Telefonaten mit Andrij L., (Jg. 1925), Sachsenhausen-Überlebender aus einem Dorf bei Saporischschja erfuhren wir, unter welch schwierigen Lebensbedingungen und Angstzuständen er und seine Landleute leben. Der begnadete Angler und Gärtner erzählte uns, dass er in einem altem Holzhaus wohnt, dass renovierungsbedürftig ist. Insbesondere das Dach müsste erneuert werden. An Renovierungsarbeiten denkt er wegen der ständig fallenden Raketen und Drohnen nicht. Er hat gesundheitliche Probleme und braucht Geld für Medikamente. Andrij L. machte sich große Sorgen, dass die Raketen und Drohnen das nahe Atomkraftwerk treffen und eine Katastrophe verursachen könnten. Traurig resümierte er: „Unsere Kinder und Enkel müssen erleben, was wir Alten vor Jahrzehnten erlebt haben. Hatten wir doch gehofft, dass sich sowas nicht wiederholen wird.“

Andrij L. beim Angeln